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Lipödem Soulsisters


Nov 18, 2017

 

In der heutigen Folge spreche ich mit Bastienne Neumann zum Thema Ernährungspsychologie. Bastienne hat den Podcast Ernährungspsychologie leicht gemacht und für mich war es gerade genau der richtige Zeitpunkt, um sie zu interviewen.

 

Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, habe ich im September und Oktober getestet, wie mir die basische Ernährung bekommt. Videos und Ergebnisse dazu gibt es in meiner Facebook Gruppe. Ich habe in der Tat in 4 Wochen recht positive Ergebnisse erzielt. Von weniger Umfang bis keine Schmerzen mehr in den Armen und trotzdem bin ich nach und nach wieder in mein altes Essverhalten gerutscht.

Ich konnte das überhaupt nicht verstehen, die basische Ernährung hat mir unglaublich gut getan und auch lecker geschmeckt. Kennt ihr das auch? Ihr wisst, was euch gut tut und macht es nicht? Warum fällt uns gerade gesunde und maßvolle Ernährung manchmal so schwer, obwohl sie uns gut tut?

Was mir noch aufgefallen ist: Ich war in den ersten drei Wochen eigentlich immer in Begleitung, d.h. es hat immer jemand mitgekocht, mit eingekauft und mitgegessen. In Woche vier fiel das weg, da war ich allein und die ersten kleinen Ausnahmen haben sich eingeschlichen. Heißt das mein Commitment einer anderen Person gegenüber ist stärker als mir selbst gegenüber? Ist es mir wichtiger, was jemand anderes über mich denkt, als was ich über mich denke?

Und warum bringen einen kleine Ausnahmen gleich so raus? Warum kann eine Ausnahmen nicht genossen werden und eben eine Ausnahme bleiben? Wenn ich ein Stück Schokolade esse, dann denke ich dirket, na jetzt haste ja eins gegessen, dann kannst du auch die halbe Tafel essen. Und am nächsten Tag: Ach gestern hast du ja die halbe Tafel gegessen, dann kanns du heute die andre Hälfte essen, das macht ja auch keinen Unterschied mehr. Kennst du das auch?

Und bevor wir als Lipödempatientinnen so eine Ernährungsumstellung überhaupt anfangen, ist ja auch nochmal so ein Ding. Meine Gedanke: Ja aber eigentlich bringt das ja eh nix. Ach, ich hab ja schon echt genug zu kämpfen, da zähl ich jetzt auch nicht noch die Erbsen auf dem Teller. Und wo befinde ich mich da in dieser Gedankenspirale? Genau! In der Opferrolle! Ich bespreche mit Bastienne, warum wir eigentlich häufig so gerne in der Opferrolle herumdümpeln und wie wir da raus kommen, denn es ist so:

 

“So wie du heut bist ist nicht das Ergebnis dessen, was dir bisher widerfahren ist, sondern es ist das Ergebnis dessen, wie du damit umgegangen bist.”

 

So, mach es dir gemütlich und lerne ein wenig über Ernährungspsychologie.